Mirak-Weissbach Foundation


„Gusanas Sonnen“: Kinder entdecken den Zauber der Kunst!

Das Dorf Gusanagiuch liegt in der armenischen Provinz Shirak. Sein Name wurde ihm von dem Barden Sargis verliehen, der dort einmal gewohnt hat. Das Wort „gusan“ bedeutet Barde oder Spielmann in Armenisch. (Spielmänner waren in der Antike und im Mittelalter Musikanten, welche ihre eigenen Lieder komponierten und vorführten; später wurden sie von den Barden ersetzt. Man kann sie am besten mit den Trubaduren des Mittelalters vergleichen).
Basierend auf den archäologischen Überresten, die im Dorf entdeckt wurden, glaubt man, dass das Dorf seit dem 1. Jahrhundert besteht. Die kleine Burg des Dorfes ist ein Beweis, dass hier einmal Könige residierten.
Zwei Burgen der Urartäerzeit sind ebenfalls in Gusanagyugh erhalten. Eine davon ist bekannt unter dem Namen Akayablur. Dort existieren zahllose Gräber in Form des Kromlechs, Spuren von zyklopischen Gebäuden, die St.Astvatsatsin Kirche des 11. Jahrhunderts und andere Monumente
Und, seit einigen Jahren, gibt es hier auch die Kunstschule „Gusanas Sonnen“ von Hakob Hovhannisyan.
H. Hovhannisyan ist ein Künstler aus Gyumri, der viele Jahre in St. Petersburg gelebt und gearbeitet hat. 2008 kam er zurück nach Armenien und etablierte sein Kunststudio in Gusanagiuch - einem Ort, der für sein besonderes Licht und seine einzigartige Energie bekannt ist. „Der Jäger des letzten Lichts“ arbeitet in der Natur, umgeben von Kindern, die ihn als Mann der Wunder betrachten. Die gute Beziehung zwischen den Kindern und dem Künstler führte dazu, daß auf Initiative der Gallery 25 und der Schulleitung die Schule eine eigene Kunstschule bekam.
Neben der Kunstklasse ist eine Ausstellung des bekannten Gusana Künstlers Ayvaz Avoyan in der Schule untergebracht. Die Arbeiten dieses Künstlers wurden bereits in einigen namhaften Galerien und Museen der Welt ausgestellt.
Kinder dieser Schule haben die Möglichkeit, ihre eigene Welt zu gestalten und zu erweitern, indem sie von Zeit zu Zeit Kunstgalerien, Museen und andere kulturelle Zentren besuchen. Durch Filme und Erzählungen lernen sie Leben und Arbeit bekannter Künstler kennen. Während der Kunststunden wird großer Wert auf die Ausbildung und Bewahrung der Individualität der Kinder gelegt. Es steht ihnen frei, nach ihrer eigenen Vorstellung kreativ zu sein und zu malen. Meisterkurse und Treffen mit außergewöhnlichen Personen, sowie Wanderungen und Exkursionen in Gusanagiuch und anderen interessanten Orten werden durchgeführt. Die Kunststunden finden auch im Freien statt, und so wird Liebe zur Natur geweckt und umweltbewusstes Denken gefördert.
Die Arbeiten von „Gusanas Sonnen“ wurden sowohl in Gusanagiuch und Gyumri ausgestellt als auch in Japan, Österreich und Deutschland.
Inzwischen strahlen „Gusanas Sonnen“ aus in das gesamte Dorf. Ihre Strahlkraft weitet sich aus und niemand vermag zu sagen, wie weit ihre Strahlen in Zukunft reichen werden.
Die Sonnen haben bereits Freunde und Unterstützer, unter ihnen die Mirak-Weißbach-Stiftung, die in den vergangenen 2 Jahren für den Malbedarf (Farben, Pinsel u.ä.) aufgekommen ist und Gelder für Ausflüge der Kinder gespendet hat. Werden auch Sie ein „Freund der Sonnen“ und lernen Sie mehr über ihre Projekte, indem sie einfach diese Facebook Seite besuchen: www.facebook.com/gusanayiarevner.


Gusanas Sonnen


Im November 2016 hatten die Schüler von „Gusanas Sonnen“ die Gelegenheit, an einem Projekt teilzunehmen, das zu Deutsch ungefähr als „Straße zu europäischen Werten“ wiedergegeben werden kann. Als Teil dieses EU-finanzierten Projektes reiste der Leipziger Künstler Jirka Pfahl nach Gjumri und Gusanagiuch, wo er jugendlichen Schülern Kunstunterricht gab. Er hielt Vorträge, gab Meisterklassen und organisierte Ausflüge in die nähere Umgebung. Dort sammelten die Schüler verschiedene Gegenstände, die sie danach einpacken sollten. So wurden sie in das künstlerische Werk eines Christo Yavashev eingeführt.
Jirka Pfahl mit Sch&uuml;lern bei einem Ausflug Sammlung der Gegenst&auml;nde im Dorf<br /> In der Schule mit Papier Eingepackte Objekte in der Ausstellung Jirka Pfahl und Sch&uuml;ler im Ausstellungsraum Weihnachten 2016 <span style="font:14px Times, Georgia, Courier, serif; ">Im Unterricht</span> <span style="font:14px Times, Georgia, Courier, serif; ">Im Unterricht</span>